Ausgabe vom 13.06.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

das Zeugnis für die Energiewende fällt schlecht aus. Der Wachstum bei den erneuerbaren Energien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in den anderen Bereichen deutlich hakt. Der Fortschrittsbericht zur Energiewende zeigt die Zielverfehlungen in Verkehr und Gebäuden auf.

Voran kommen will das Bundesumweltminsterium beim Klimaschutz. Der vorgelegte Klimaplan sieht vor, den Solardeckel aufzuheben und die Bürokratie bei großen Dachanlagen zu mindern.

Der Trend zur Solar ist ungebrochen. Im Neubau verdrängen die Erneuerbaren Erdgas als Energieträger Nummer eins. Die Wissenschaftler des Fraunhofer ISI, Jakob Wachsmuth und Benjamin Pfluger gehen ebenfalls von sinkendem Gasbedarf im Neubau aus.  

Allerdings bedeutet Gas aktuell meist Erdgas. Neue Wege hin zur Wasserstoffnutzung öffnen Mikrogasturbinen für die dezentrale Versorgung. Dem Potenzial des Energieträgers Wasserstoff hat sich der Weltenergierat gewidmet.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre
Oliver Risse
Redakteur
energate immo
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